Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /home/.sites/84/site4367585/web/wp-content/themes/xtreme-one/lib/xtreme-widget-manager.php on line 133 Angkor two – Vie donnée - Geschenktes Leben!

Angkor two

Kulturtag Nummer 2 in Siam Reap, wir machen heute die “”Große Tour”.

Mit dem Tuk Tuk fahren wir zu dem 30 km außerhalb Siam Reaps liegenden Tempel Banteay Srey, dem “Tempel der Frauen”. Der Tempel ist aus Sandstein, nur ebenerdig gebaut und wesentlich kleiner als viele andere, aber er besticht durch seine wunderschönen, fein gearbeiteten Reliefs. An jeder Ecke entdecken wir wunderbare Details und schöne Ornamente. Vor dem Tempel sind ungewöhnlich viele Polizisten. Einige bieten ihre Polizeiabzeichen zum Kauf an: “Buy souvenir, only 5 $!” Korruption und in die eigene Tasche Wirtschaften gibt es hier an jeder Straßenecke. Das ist jedoch auch für uns neu.

Unser nächster Stopp ist das private Landminenmuseum von Aki Ra. Aki Ra ist Kambodschaner, der als Soldat viele Minen legen musste und nun seit vielen Jahren intensiv Minen räumt, früher auf eigene Faust, jetzt in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen. Nachwievor werden jährlich viele Kambodschaner durch explodierende Minen verletzt oder getötet, im letzten Jahr starben 43 Menschen. Besonders die Grenzgebiete zu Thailand und Vietnam sind noch immer vermint bzw. noch nicht geräumt.

Auf dem Rückweg stoppen wir in einem Dorf, in dem neben der Straße aus den Früchten der Zuckerpalme Palmzuckersirup und Palmzucker hergestellt wird. Die zähe Masse wird in kleine Förmchen gegossen und getrocknet. Die runden Zuckerstücke schmecken sehr gut, sind nicht zu süß.

Die nächste Tempelanlage, die wir erklimmen, ist Pre Rup. Der Tempel erinnert uns an eine Pyramide. Über steile Treppen steigen wir bis zum Heiligtum hinauf und haben einen schönen Blick über die umliegenden Reisfelder und Palmenhaine.

Unser letzter Tempel ist Preah Khan, der “Tempel des Heiligen Schwertes”. Der Tempel diente lange Zeit als Kloster und Universität. Die Anlage wurde nur teilweise rekonstruiert und wiederaufgebaut und so gibt es zwischen Mauern und Türmen auch hier Bäume, deren Wurzeln Steinbrocken umklammern und über Mauerreste wachsen. In Gallerien und Gängen liegen riesige Steinbrocken kreuz und quer übereinander und verleihen so diesem Tempel eine besondere Atmosphäre.

Nach den vielen Tempeln, Türmen und Mauern kehren wir verschwitzt, erschöpft und voll mit Eindrücken in unser “Zuhause” zurück und stellen uns sofort unter die kalte Dusche. Das belebt die Lebensgeister! Am Abend fahren wir in die Stadt und gehen noch einmal in das Kinderkrankenhaus Kantha Bopha. Der Gründer, der Schweizer Beat Richner, gibt jeden Samstag um 19 Uhr ein Konzert auf dem Cello und erzählt über das Kinderkrankenhaus. Ein Film zeigt die tägliche Arbeit und die Entstehung der mittlerweile 4 Kinderkrankenhäuser (in Phnom Penh und Siam Reap). Anschließend werden Spenden gesammelt. 90 % der Finanzierung des Betriebes der Krankenhäuser kommt von privaten Spendern, 10 % von den Regierungen der Schweiz und Kambodschas. Die Behandlung ist für alle Kinder kostenlos.

Nach dem Konzert werfen wir uns in das Nachtleben von Siam Reap und gehen in die “Pub Street”. Eine Unmenge von Restaurants, Bars, Caffees und Geschäften, laute Musik und viele Menschen. Wir treffen uns mit Helana und Poliziano, die wir in Luang Namtha (Laos) kennengelernt haben. Der “Travellerpfad” ist schmal und man trifft sich immer wieder einmal.