Jahr: 2013

Auf die Heidelbergerhütte

Das war eine erste interessante Erfahrung mit eBikes! eigentlich gehen wir in den Bergen gern zu Fuß. Aber Barbaras noch rekonvaleszenter Fuß nach dem Bruch in Jerusalem ließ uns nur kurze Wege mit wenig Steigung und möglichst glattem Untergrund gehen. Also warum nicht ein eBike ausprobieren und mieten? Denn Rad fahren geht gut! Der Weg nach in das Tal zur Heidelberger Hütte geht nur mit mäßiger Steigung bergan. Wird sind ohnedies überrascht wie viele Menschen hier mit ihren Mountainbikes unterwegs sind anstatt zu Fuß. Eigentlich für Fußgänger schon eine ziemliche Plage. Besonders wenn jene sich wie die Wilden im Downhill den Berg hinunter stürzen! Also fahren wir mit elektronisch gesteuerter Unterstützung den Berg hinauf und stellen fest, dass es doch auch einige Kraft zum Treten braucht und wir ins Schwitzen kommen. Vor allem wenn wir die Unterstützung auf „Eco“ stellen, um möglichst Akkuladung zu sparen. Auf der Hütte angekommen freuen wir uns über gute Durstlöscher und noch mehr, dass wir unsere Akkus zur Sicherheit gegen voll geladene austauschen können. Die echten Mountainbiker staunen natürlich über …

Pfingsten auf Sion

Ein langer, intensiver Tag geht zu Ende. Am Morgen erlebten wir eine Messe mit den Sionsschwestern in der Kapelle der Franziskanerinnen am Mount Sion, gleich neben dem Abendmahlsaal. Pfingstmesse am Ort des Ereignisses vor 2000 Jahren! Mit Erneuerung der Gelübde der Schwestern und Erneuerung unseres Eheversprechens. Die Schwestern hatten uns eingeladen, ob wir nicht auch unser Ehegelübde erneuern wollen. Eine berührende Erfahrung! Übrigens der brasilianische Sionsbruder der der Messe vorstand wechselte fließend zwischen English, Französisch, hebräisch und zuletzt italienisch oder portugiesisch. So wurde die Messe in diesen drei Sprachen gesungen und gebetet. Dann gemeinsames Picknick im Garten der Gallicantu Kirche, gleich unterhalb. Eine Freude mit all den Schwestern aus vielen Ländern (imcl. Südtirol, Rumänien, Deutschland…) die in Ein Karem, Ecce Homo oder sonst in Jerusalem leben, tlw. jüdischen Ursprungs. Am Abends dann nochmals eine Messe mit der hebräisch sprechenden Gemeinde in der wir wieder zwei Sionsschwestern trafen. Wir hatten Elija-Thomas und Carmen die wir aus Linz kennen, eingeladen mit uns zu kommen. Elijah ist ja 4 Jahre durch Europa gepilgert für Frieden, um letztlich in …

Farewell Cambodia

Unser letzter Tag in Kambodscha, der letzte Tag unserer Asienreise ist da. Gleich nach dem Frühstück fahren wir in die Stadt. Wir besuchen den Wat Phnom, das beliebte, auf einem Hügel stehende Heiligtum. An und vor allen Ecken, Tempeln und Schreinen wir gebetet und geopfert. Die glosenden Räucherstäbchen hüllen die Tempel in graue Schleier. Wir wandern weiter und entdecken noch ein paar alte Kolonialbauten, manche restauriert, andere dem Verfall preisgegeben. Am Königspalast kommen wir auch noch vorbei und sehen jetzt, wo die Zeremonien anlässlich der Einäscherung des ehemaligen Königs Sihanouk abgehalten wurden. Der gesamte Bereich ist noch abgesperrt und wunderschön geschmückt. Am Nachmittag wird fleißig an der homepage und an den Fotos und Tagebüchern gearbeitet und gepackt. Am Abend bringt uns Father Greg zum Flughafen und wir besteigen den Flieger nach Bangkok. Dort haben wir 6 Stunden Aufenthalt, bevor es dann nach Wien weitergeht. Eine wunderschöne Reise mit vielen interessanten und beeindruckenden Begegnungen liegt hinter uns.

Banteay Prieb

Heute Vormittag fahren wir mit einem Jesuit Service (JS) Mitarbeiter in das Ausbildungszentrum Bantaey Prieb / Center of the Dove. 120 junge, durch Krankheit oder Unfall körperlich eingeschränkte Erwachsene, bekommen hier entweder eine Ausbildung in einem Handwerk oder arbeiten in einem Produktionsbetrieb. Angebote gibt es in den Bereichen/Berufen Bildhauerei, Schneiderei, Schuster, Mechaniker, Elektroniker, Schlosser, Rollstuhlbau und Landwirtschaft. Die Ausbildung dauert ein Jahr. In dieser Zeit wohnen die Teilnehmer in Häusern auf dem Gelände in  Hausgemeinschaften. Nach diesem Jahr haben sie dann die Möglichkeit sich mit ihren erworbenen Fähigkeiten selbstständig zu machen, in einer Fabrik zu arbeiten oder hier im Zentrum angestellt zu werden. In den verschiedenen Gebäuden wird fleißig geschnitzt, geschweißt, genäht etc. Die entstandenen Produkte werden in 2 Geschäften in Phnom Penh, hier im Laden oder in anderen Städten in speziellen Geschäften verkauft. Die Produktion der Megkong Rollstühle ist ein ganz besonderer Teil des Zentrums. Wieder ein äußerst beeindruckendes Projekt des JS. Am Nachmittag fahren wir zu den „Killing Fields“. Während der Zeit der „Roten Khmer“ (1975 – 1979) wurden ca. 2 Millionen Kambodschaner, …

Light of mercy Center

Disabled Childrens Home

Nach einem ganzen Tag mit dem Jesuit Outreach program in Dörfern unterwegs, besuchen wir am Abend mit Father Greg ein weiteres Projekt des JSC. Wir fahren in das „Light of Mercy Center“. Das ist ein Heim für blinde, taubstumme und körperbehinderte Kinder und Jugendliche. Wir werden von den Kindern und Schwester Marie Adelf, einer „Sister of Providence“, schon sehnlichst erwartet. Da wir im Stau steckten, hatten wir ordentliche Verspätung. 45 Kinder bereiten uns einen fröhlichen Empfang und überraschen uns mit einer Rose (heute ist Valentinstag). Die Tische sind schnell gedeckt, das Abendessen (Reis und Gemüsesuppe wie jeden Tag) aufgetischt und ausgeteilt. Wir sind beeindruckt, wie selbstverständlich alles abläuft und sich die Kinder gegenseitig helfen und unterstützen. Sie haben auch eine Möglichkeit der Kommunikation zwischen blinden und taubstummen Kindern erfunden und wir beobachten, wie sie Informationen austauschen und weitergeben. Faszinierend!!! Bei uns am Tisch sitzen 4 Jugendliche, die gut Englisch sprechen, drei sind von Geburt an blind. Wir können uns gut unterhalten. Am Vormittag besuchen sie eine Schule für Sehbehinderte, am Nachmittag die „normale“ Schule. Sie …

JSC Outreach program

Mit zwei Mitarbeitern des Jesuit Service Cambodia (JSC) machen wir heute eine „Landpartie“. Wir fahren in Dörfer, die etwa eineinhalb Autostunden außerhalb Phnom Penhs liegen und besuchen dort verschiedene Projekte. Die Fahrt selber zeigt uns die extremen Lebenssituationen und -verhältnisse auf, in denen Kambodschaner leben. Da sind auf der einen Seite neue Protzbauten, tolle Villen und Nobelwohngebiete, von hohen Mauern und Zäunen umgeben und „gesichert“. Auf der anderen Seite sind da windschiefe Hütten, die am Flussufer stehen, wo zu befürchten ist, dass sie die nächste Regenzeit nicht mehr überstehen werden. Die Straßen, auf denen wir unterwegs sind, werden immer enger und holpriger, bis wir schließlich über einen Traktorweg und trockene Reisfelder unser erstes Ziel erreichen. Am Rande eines Dorfes heben Dorfbewohner Erdreich aus um ein großes Becken anzulegen. Hier soll  ein Reservoir entstehen, in dem in der Regenzeit Regenwasser gesammelt werden kann. Die monatelange Trockenheit ist hier ein großes Problem. Es kann nur einmal im Jahr Reis geerntet werden. Mit dem Wasserreservoir kann es durch Bewässerung der Felder dann zwei Ernten pro Jahr geben, was …

Palmblatt Manuskript

Arriving in Phom Penh

Heute ist Aschermittwoch, unser letzter Reisetag in Kambodscha. Nach der morgendlichen Messe mit vielen Schulkindern in der Pfarrkirche am Gelände der Catholic Prefecture fahren wir mit dem Minivan von Battambang nach Phnom Penh, wo wir wieder bei den Jesuiten im Gästehaus wohnen werden. Die Fahrt ist abenteuerlich und wir schicken einige Stoßgebete für eine gute Ankunft zum Himmel. Der Fahrer rast mit ständig überhöhter Geschwindigkeit bis 135 km/h über die enge zweispurige Straße voller Mopeds und Tuk Tuks. Nur dichter Verkehr oder Lastwagen vor uns bremsen ihn ein bisschen ein. Er brettert mit 80 bis 100km/h durch Dörfer, dass uns angst und bange ist um uns und um die Leute draußen. Er donnert durch Schlaglöcher, dass wir uns wundern, dass wir keinen Reifenschaden, Achsbruch oder sonstiges haben. Wir kommen heil in Phnom Penh an und Father Greg holt uns bei der neuen japanisch-kambodschanischen Freundschaftsbrücke ab. Gottt sei Dank, denn ich glaube, wir hätten keinen Tuk Tukfahrer gefunden, der gewusst hätte, wo er uns hinbringen muss. Am Nachmittag fahren wir in die Stadt und wollen den …